Der alte und neue Vorstand des Fördervereins: von links: Alexander Nielsen, Rainer Arndt, Ludger Osterkamp Stefan Bienge, Rolf Bornheber und Martin Sagehorn

Jahreshauptversammlung 2026 des Fördervereins Luftbrücke Faßberg

Der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg hatte jüngst zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung in den Fliegerhorst Faßberg eingeladen. Aufgrund der Renovierung des Soldatenheims Oase Faßberg musste der Förderverein auch in diesem Jahr auf das ehemalige Offizierscasino im Fliegerhorst ausweichen. Insgesamt konnte der 1. Vorsitzende, Ludger Osterkamp, 22 Mitglieder willkommen heißen. Nach der Begrüßung bat Osterkamp die anwesenden Personen, sich von den Plätzen zu erheben, um an die verstorbenen Mitglieder, Mitarbeiter und Luftbrückenveteranen zu gedenken. In seinem Rechenschaftsbericht ging Osterkamp zunächst auf die Besucherzahlen ein, die, gemessen an dem Vorjahr, leicht angestiegen waren. „Insgesamt hatten wir 6.525 Besucher und es wurden 133 Führungen mit 1.889 zivilen Gästen und Bundeswehrangehörigen durchgeführt“, unterstrich der 1. Vorsitzende, der mit 138 Mitgliedern auch die aktuelle Mitgliederzahl verkündete und dazu aufrief, weiter die Werbetrommel für neue Mitglieder zu rühren. „Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn wir mehr weibliche Personen für die Arbeit in unserem Verein und vielleicht auch für eine Tätigkeit im Vorstand begeistern könnten“, betonte Osterkamp. „Einen Museumsbetrieb am Leben zu erhalten, ist kein Automatismus, dafür braucht es Personen, die aktiv und mit Engagement dabei sind“.

Ausblick

Nach der Vorstellung der diversen Aktivitäten im abgelaufenen Jahr ging Osterkamp auf die vielen Aktionen und Veranstaltungen für das Jahr 2026 ein. Unter anderem wird die Luftbrücken-AG der Grundschule Müden auch in diesem Jahr wieder nach Berlin fahren, um auf den Spuren der Luftbrücke zu wandeln. Die Grundschule in Faßberg kann terminbedingt leider nicht mitreisen. Seit dem vergangenen Jahr ist auch die Oberschule Hermannsburg mit einem eigenen, zusätzlichen Schulprojekt mit der Militärgeschichtlichen Sammlung des Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe und dem Verein dabei. In 2026 ist erneut der Besuch des 10. Jahrganges geplant, gefolgt von einer Exkursion nach Berlin. In Kooperation mit der Gemeinde Faßberg wird, wie in 2025, erneut die Ferienpassaktion „Schmieden mit Kindern“ im Museum durchgeführt und zwar am 16. Juli 2026. Auch ist es weiterhin möglich, sich im historischen Rosinenbomber, dem FASSBERG FLYER, trauen zu lassen. Infos dazu gibt es über das Standesamt der Gemeinde Faßberg. Neben vielen weiteren Aktivitäten wird sich das Luftbrückenmuseum wieder an Halloween beteiligen und den Adventskalender des Förderkreises -NaturHeimat- Müden (Örtze) e.V. am 1. Dezember mit Santa Claus eröffnen.

Kassenbericht und Wahlen

Nach dem Rechenschaftsbericht stellte Schatzmeister Stefan Bienge den Kassenbericht vor und konnte vermelden, dass der Verein auf soliden Füßen steht und auch im abgelaufenen Jahr gut und solide gewirtschaftet hat. Dieses Ergebnis wurde durch die beiden Kassenprüferinnen Jana Heins und Viktoria Dichter bestätigt. Anschließend wurde der Vorstand durch die Versammlung entlastet. In diesem Jahr galt es auch, den 1. und 2. Vorsitzenden, den Schatzmeister und den Schriftführer sowie die beiden Beisitzer neu zu wählen. Nach der Auszählung der Stimmen wurde Ludger Osterkamp als 1. Vorsitzender im Amt bestätigt, ebenso wie Rainer Arndt als 2. Vorsitzender, Stefan Bienge als Schatzmeister und Martin Sagehorn als Schriftführer. Auch Alexander Nielsen und Rolf Bornheber wurden als Beisitzer bestätigt.

Verschiedenes

Frau Janine Holthusen brachte den Vorschlag in die Mitgliederversammlung ein, mit einem entsprechenden Organisationsteam mehr Sichtbarkeit des Vereins in der Fläche zu schaffen. Ziel ist es, den Vereinszweck zu fördern und neue Mitglieder zu gewinnen. Die Mitgliederversammlung begrüßte die Initiative und der Vorstand berief Frau Holthusen als Beirätin ein, um diese tolle Idee weiter zu forcieren. Frau Viktoria Dichter stellte die Frage, warum Faßberg nicht auch ein Luftbrückendenkmal im Dorf aufstellt. Ehrenmitglied und Gründer des Museums, Rainer Kruppik, und Beirat Paul Hicks berichteten von vergangenen Versuchen, solch ein Denkmal zu errichten und sprachen sich letztlich dafür aus, diese Idee nicht weiter zu verfolgen, da mit dem Luftbrückenmuseum ein geeigneter Ort in der Gemeinde besteht, um an die Luftbrücke Berlin zu erinnern. Auch die Frage nach einer Bronzestatue im Dorf als Hinweis auf die Luftbrücke und das Museum wurden durch die Mitgliederversammlung abschlägig beschieden, da bereits jetzt schon ausreichend öffentlich vorhandene Hinweise (Gedenkstein am Rathaus, Platz der Luftbrücke am Rathaus, Hinweisschild am Rathaus, Wegweiser zur Erinnerungsstätte Luftbrücke an den Einfallstraßen nach Faßberg) vorhanden seien. Mit einem abschließenden Dank an alle ehrenamtlichen Helfer und an das Technische Ausbildungszentrum der Luftwaffe für die großartige Unterstützung beendete der 1. Vorsitzende dann die diesjährige Mitgliederversammlung.
Von Paul Hicks