PM vom 26.09.2011
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FASSBERG (ph) | Am 23. September wurde die Realschule in Faßberg auf den Namen Realschule an der Luftbrücke getauft. In einer feierlichen Stunde wurde das neue Schild enthüllt und am Eingangsbereich angebracht. Neben Bürgermeister Hans-Werner Schlitte konnte Schulleiter Volker Businsky unter anderem Anna Duszynski als Vertreterin des Landkreises Celle und Schulträgers sowie den Vorsitzenden des Fördervereins Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg und Vertreters der Technischen Schule der Luftwaffe 3, Oberstabsfeldwebel Paul Hicks, sowie den Kommandeur der Deutsch-Französischen Ausbildungseinrichtung TIGER, Oberstleutnant Peter Ebert begrüssen. Darüber hinaus waren Vertreter aller Fraktionen des Gemeinderates und die LeiterInnen der umliegenden Schulen sowie viele Eltern und noch mehr SchülerInnen anwesend. „Ich freue mich sehr, dass das Kollegium sich dazu entschlossen hat, diesen unverwechselbaren Namen Realschule an der Luftbrücke zu verleihen. Es unterstreicht nicht nur die historische Bedeutung des Ortes und des Flugplatzes Faßberg während der Berliner Blockade in den Jahren 1948 / 1949, sondern hebt auch die besondere Verantwortung der heutigen und der nachfolgenden Generationen insbesondere hier in unserer Gemeinde hervor, den Spirit of Freedom, wie es die Alliierten damals trefflich nannten, am Leben zu erhalten und zu transportieren“, unterstrich Paul Hicks in seinem Grußwort. Mit rund 540.000 Tonnen Kohle wurde von Faßberg aus rund ein Viertel der Gesamttonnage nach Berlin geflogen. Dies war nur aufgrund gemeinsamer Anstrengungen aller Beteiligten möglich. Der Amerikaner, der Briten und der deutschen Arbeiter, die an einem Strang zogen, um Berlin aus der Umklammerung zu befreien. Obwohl die Luftbrücke Berlin nur ein Wimpernschlag in der Zeitgeschichte war und sie sich bisweilen anderen Themen unterordnen muss, hat sie dennoch eines gezeigt: Freiheit, Demokratie und Freunde, die einem in Krisenzeiten zur Seite stehen, sind nicht selbstverständlich, sondern müssen immer wieder neu erarbeitet und letztlich auch verteidigt werden. Die Luftbrücke Berlin hat nicht nur unsere Gemeinde und Berlin verändert, sie hat auch dazu beigetragen, die rechtsstaatliche Ordnung geprägt. „Wer weiß, wo wir heute säßen und was wir heute wären, wenn die Luftbrücke gescheitert und Berlin gänzlich an die Sowjets gefallen wäre. Darum ist es wichtig, uns immer wieder an diesen Freiheits- und Einigkeitsgedanken zu erinnern und mit Leben zu befüllen“, so Hicks und unterstrich weiter, dass die Erinnerungsstätte, die Gemeinde Faßberg, aber auch die Realschule an der Luftbrücke ihren Teil dazu beitragen werden. Wichtig sei aber auch, dass diese Gedanken in dem Bewusstsein der Kinder und Enkel weiterleben. „Diese Schule bietet dazu geradezu ideale Voraussetzungen“, sagte der Vorsitzende abschließend. Die Gesamtkonferenz der Realschule Faßberg hatte am 11. April 2011 beschlossen, die Schule Realschule an der Luftbrücke zu nennen. Vorher hatte sich bereits der Schulvorstand ebenso dafür ausgesprochen. Nachdem auch das Kollegium grünes Licht für dieses Vorhaben gegeben hatte, machte sich eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe an die Arbeit, einen geeigneten Namen zu finden. In einer in der Pausenhalle aufgestellten Urne wurden die Vorschläge von Schülern, Eltern und Lehrern gesammelt. Auch via Internet konnten sich Interessierte beteiligen. Die Gesamtkonferenz hatte fünf Vorschläge zur Auswahl und entschied sich schließelich für diesen unverwechselbaren Namen. Auch Schulleiter Volker Businsky betonte, dass dieser Name in mehrfacher Hinsicht eine gute Wahl ist. „Faßberg hat durch die Luftbrücke Berlin einen hohen Bekanntheitsgrad im In- und Ausland erreicht und steht bis zum heutigen Tag regelmäßig aus verschiedenen Anlässen im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Mit Faßberg verbindet man spontan die Luftbrücke“, sagte der Schulleiter und führte weiter aus: „so wie die Luftbrücke eine Versorgungsbrücke für Menschen in Berlin bewirkte, so hat in unserer Schule das Symbol Brücke auch eine wichtige Bedeutung: Wir wollen mit unseren Schülern Brücken für ihre Zukunft bauen“. Abschließend übergab der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Paul Hicks, im Namen des Vorstands ein Schild, dass die Luftbrücke Berlin knapp erläutern und zudem die Verbundenheit mit der Realschule an der Luftbrücke untermauern soll. |
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Foto: Heinz Kessler, Förderverein ELB e.V. Paul Hicks (r.) mit Schulleiter Volker Businsky |







