Erinnerungsstätte geöffnet
FASSBERG (ph). Seit Sonntag, den 3. April 2011 hat die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg nach der Winterpause wieder die Türen für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Von 13:00 bis 17:00 Uhr können in vier Nissenhütten und zwei geschlossenen Eisenbahnwaggons Originaldokumente und Originalausstellungsobjekte aus der Luftbrückenzeit besichtigt werden.
Foto: Carsten König, TSLw 3
Nun unter dem Schutzdach: Der FASSBERG FLYER ist die Attraktion der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg
Am 02. März 1990, nur wenige Wochen nach der Öffnung der Berliner Mauer, wurde die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg erstmals eröffnet. Im März 1993 wurde sie erweitert und im Jahr 1999 konnte mit dem ‚FASSBERG FLYER’, einer McDonnell Douglas C-47 ‚Skytrain’, ein wesentlicher Bestandteil der Ausstellung hinzugefügt werden. Am 21. August 2010 wurde das Schutzdach über den FASSBERG FLYER eingeweiht. Damit bleibt das Flugzeug auch in Zukunft als Attraktion für die Besucherinnen und Besucher erhalten. Mit der Fertigstellung der Nissenhütte ‚Fliegerhorst’ wurde im Jahr 2005 der Grundstein gelegt, zusätzlich auch die Entwicklung des Standortes Faßberg seit 1956 zu dokumentieren. Von Faßberg aus transportierten amerikanische und britische Flugzeuge rund 540.000 Tonnen Kohle nach West Berlin. Nahezu jedes Stückchen Kohle, dass die Berliner wärmte oder ihnen Licht gab, wurde in Faßberg verladen und auf dem Luftweg gebracht. Ebenso werden die Leistungen der 5.000 Arbeiter dargestellt, die im Lager |
Trauen untergebracht waren. Die Arbeiter gehörten der ‚German Civil Labour Organisation’ (GCLO) an und waren für das Verladen der Kohle zuständig. Auch darüber berichtet die Erinnerungsstätte, indem sie Gegenstände des täglichen Lebens ausstellt. Anhand von Originalexponaten werden so die einfachen Arbeits- und Lebensbedingungen vorgestellt und aufgearbeitet. Es bleibt die Erkenntnis, dass Zusammenstehen und entschlossenes Handeln von Freunden und Verbündeten letztlich jede Mauer zu Fall bringt. Die ebenfalls auf dem Freigelände der Erinnerungsstätte aufgestellten zwei Segmente der Berliner Mauer runden so das historische Bild ab, das von der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg nachgezeichnet wird. Bis zum 16. Oktober 2011 bleibt die Erinnerungsstätte montags bis donnerstags von 13:00 bis 17:00 Uhr, freitags von 13:00 bis 15:30 Uhr und sonntags von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Samstags ist die Ausstellung geschlossen. Gruppenführungen können nach vorheriger Absprache unter der Telefonnummer: 05055 17-1015 von den Öffnungszeiten abweichen. |







