Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin

Dank an den Rat der Gemeinde

Landesregierung und Luftwaffe laden zur Luftbrückenfeier in die Heide
Letzter Kohlebomber verließ vor 60 Jahren den Flugplatz Faßberg
Von Paul Hicks,
Vorsitzender des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg


FASSBERG. Am 27. August 1949 verließ das letzte Kohlenflugzeug die damalige Royal Air Force Station Fassberg, um das Ende der Luftbrücke Berlin einzuläuten und die letzten Tonnen Kohle aus der Heide in die nicht mehr eingeschlossene Stadt zu transportieren. Rund 540.000 Tonnen des schwarzen Goldes wurden von Faßberg aus nach Berlin geflogen. Am 27. August 2009 jährt sich dieser Tag zum 60. Mal und soll in einer Jubiläumsfeier gewürdigt, aber auch gefeiert werden. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff und der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Klaus Peter Stieglitz haben für diese Veranstaltung gemeinsam die Schirmherrschaft übernommen und werden auch anwesend sein. Neben amerikanischen und britischen Luftbrückenveteranen sowie ehemaligen deutschen Arbeitern der German Civil Labour Organisation (GCLO) sowie vielen weiteren Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur wird auch der britische Botschaft in Deutschland, Sir Michael Arthur erwartet. Die Feier wird im Herzen der Gemeinde Faßberg auf dem Rathausplatz durchgeführt. Die Öffentlichkeit ist zu diesem besonderen Event, der um 10:00 Uhr mit einem deutsch-britischen Feldgottesdienst beginnt, herzlich eingeladen. Der offizielle Teil endet gegen 13:30 Uhr. Ein Platzkonzert ab 17:00 Uhr wird diesen Tag beenden.

Paul Hicks, Vorsitzender

Dank an den Rat der Gemeinde Faßberg: Der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Paul Hicks.

Ich möchte als Vorsitzender des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg meinen besonderen Dank an den Rat der Gemeinde Faßberg richten, der mit einer großen Mehrheit dafür gestimmt hat, den jetzigen Marktplatz als Platz der Luftbrücke zu benennen.
Ministerpräsident Wulff und Generalleutnant Stieglitz werden die Widmung gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Werner Schlitte und weiteren Honoratioren vornehmen. Diese symbolische Handlung verdeutlicht, dass die Luftbrücke Berlin für den Ort und die Gemeinde Faßberg, aber auch für die Region insgesamt, immer noch lebendig ist. Viele Zeitzeugen weilen noch unter uns und können vom Erfolg der Luftbrücke berichten. Ihnen müssen wir zuhören, um für die Zukunft zu lernen. Die Blockade Berlins wäre ohne die Alliierten, die gemeinsam mit den deutschen Arbeitern der GCLO dafür gearbeitet haben, nicht überwunden worden. Ich bin mir sicher, dass wir heute nicht in einem geeinten Deutschland mit einer freien Hauptstadt Berlin leben würden, wenn die Luftbrücke gescheitert wäre. Und Faßberg hat einen nicht unerheblichen Anteil daran. Mit der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin kann die Gemeinde mit einem Museum werben, dass in seiner Art einzigartig ist und mittlerweile überregionale Bedeutung gewonnen hat. Unsere steigenden Besucherzahlen sprechen dabei eine deutliche Sprache. Insbesondere das freundliche und professionelle Auftreten unserer Aufsichten wird von den Besuchern der Erinnerungsstätte immer wieder honoriert. Ich möchte mich daher auch bei allen Aufsichten herzlich zu bedanken. Zudem wird im Zusammenhang mit der Jubiläumsfeier eine neue Ehrenanlage für unseren Luftbrückengedenkstein auf dem Platz der Luftbrücke eingerichtet. Ich würde mich freuen, viele Besucher am 27. August 2009 in Faßberg begrüßen zu dürfen.